Albert König
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Albert König

Selbstportrait Albert König - Abb. Albert König Museum
Selbstportrait Albert König - Abb. Albert König Museum

...der bedeutendste Maler der Südheide, wird 1881 im Heidedorf Eschede im Celler Land  geboren.

Albert König beginnt in seinem Heimatdorf Eschede - nach einer Kindheit in ärmlichen Verhältnissen - eine Malerlehre beim Malermeister Albert Oehm. 

Nach dem Abschluss dieser Ausbildung folgen die damals üblichen Wanderjahre, die Albert König auch nach Düsseldorf führen. Hier ergibt sich für ihn die Gelegenheit, die Kunstgewerbeschule zu besuchen.

Dies ist in den Jahren 1901 und 1902 ein Beginn seiner künstlerischen Ausbildung, die er aber erst im Jahr 1908 fortsetzen kann. Im Mai dieses Jahres geht er nach München und besucht dort die private Zeichen- und Malschule Heymann. Nach eineinhalb Jahren sieht Albert König das selbstgesteckte Ausbildungsziel als erreicht an. Er kehrt München den Rücken und lässt sich im 1910 in Berlin nieder.

Kurzfristig nimmt er Unterricht bei Lovis Corinth, dann wird er Schüler von Georg Tappert. Besonders der Einfluss des fast gleichaltrigen Tappert, mit dem Albert König sein Leben lang befreundet bleibt, wird für den Künstler wichtig.

Albert König kehrt im Sommer 1911 nach Eschede zurück und arbeitet dort als freischaffender Künstler. Erste Erfolge hat er mit seinen Holzschnitten, die ihm endlich auch die verdiente internationale Anerkennung einbringen (u.a. Ausstellung in Amsterdam ). Diese Arbeiten zeigen sein großes Talent und werden in Zeitschriften, Kalendern und in Mappenwerken reproduziert und machen so seinen Namen weithin bekannt.

Auch mit seinen Gemälden findet Albert König gleich zu Beginn seiner Künstlerlaufbahn auf Ausstellungen in Berlin, Hamburg, Hannover, München und Dresden, Aufmerksamkeit und Anerkennung. Dennoch verläuft sein Weg als Maler weniger geradlinig, weil er lange um die ihm gemäße Form des Ausdrucks ringt. Zunächst werden in seinem malerischen Werk vorwiegend Einflüsse des Impressionismus und des Pointillismus sichtbar.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges setzt er sich intensiv mit dem Expressionismus auseinander. Ein Wendepunkt im Leben und im Werk Albert Königs ist das Jahr 1927. Er zieht von Eschede nach Unterlüß und lebt von nun an völlig zurückgezogen. In seinem Schaffen wird jetzt die Natur zum alles beherrschenden Thema. Nach detailliert ausgeführten Zeichnungen von dem Motiv entstehen im Atelier große Landschaften mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen, Baumporträts, die er mit einer gänzlich eigenen Formen- und Bildersprache zu erfassen sucht.

In ähnlicher Weise widmet sich Albert König seit Mitte der dreißiger Jahre den Kieselgurgruben bei Unterlüß. Auch hier entstehen nach vielen Naturstudien bis in alle Einzelheiten durchgearbeitete Landschaften, deren Wirklichkeit aber durch Hinweise auf die Sagen- und Mythenwelt und durch die lasierende helle Farbgebung aufgehoben erscheint. Die Einmaligkeit und die Bedeutung dieses Spätwerks sind erst in den letzten Jahren erkannt und gewürdigt worden.

Der Geburtsort Eschede

Barberini Museum    Schloss Moyland  Kunst in Kleve  

Albert-König-Museum


Das Albert-König-Museum in Unterlüß ist ein Kunstmuseum, das in erster Linie den künstlerischen Nachlass des Malers und Grafikers Albert König (1881-1944) bewahrt. Inzwischen ist das Museum durch die testamentarische Überlassung der Werke und weitere Zukäufe im Besitz von mehr als 220 Gemälden, etwa 1200 Aquarellen und mehreren hundert Druckgrafiken von König. Nach diesem Künstler, der seinen letzten Wohnsitz in Unterlüß hatte, wurde das Museum benannt.


Geschichte


Die Witwe des Künstlers Albert König verfügte in ihrem Testament, dass der gesamte sich in ihrem Besitz befindliche künstlerische Nachlass und das ehemalige Wohnhaus mit Atelier ihres Mannes in den Besitz der Gemeinde Unterlüß gelangt. Sie machte zur Auflage, dass hier ein Kunstmuseum errichtet wird welches den Namen "Albert-König-Museum" tragen soll.

Am 19. Juni 1987 wurde das Museum eröffnet und für die Öffentlichkeit freigegeben. Am 1. Januar 2005 wurde das bis dahin von der Gemeindeverwaltung geführte Museum in eine Stiftung in privatrechtlicher Form umgewandelt, die den Namen "Stiftung-Albert-König-Museum Unterlüß" erhielt.

Mehrmals im Jahr werden Werke verschiedener Künstler oder Themen in Sonderausstellungen vorgestellt.

In einem Erweiterungsbau wird seit dem 1. Mai 2004 die Dauerausstellung "Kieselgur - Die Erlebnisausstellung" gezeigt. Das Haus bietet auch Räumlichkeiten für Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen oder Trauungen.

Fundus

Neben Werken von Albert König ist das Museum unter anderem im Besitz von Werken der Künstler Wilhelm Feldmann, Fritz Flebbe, Erwin Vollmer, Frido Witte, Adolf Schlawing und Günther Weißflog, die alle mit der Region verbunden waren.

www.albertkoenigmuseum.de      Kleve art blog